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AVB

ALLGEMEINE VERSICHERUNGSBEDINGUNGEN (AVB) DIVE CARE 

Schadenversicherung für Tauchausrüstungen, Version 2014 

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Wichtige Hinweise gemäss Art. 3 VVG

Wer ist der Versicherer ?
Das Risiko wird von SOLID Assurances, Niederlassung Schweiz, mit Sitz an der 2 Rte de la Fonderie, 1705 Freiburg versichert.

Welche Risiken sind versichert ?
Der vorliegende Vertrag deckt Schäden an Tauchausrüstungen ab.

Was umfasst die Versicherungsdeckung ?
Die Deckung bezieht sich auf Tauchausrüstungen gemäss AVB; sie umfasst die Risiken Wasserschäden, Zerstörung und Garantieverlängerungen. 

Wie hoch sind die Prämien ?

  • CHF 49.90 pro Jahr für eine maximale Deckungssumme von CHF 1'000.-
  • CHF 79.90 pro Jahr für eine maximale Deckungssumme von CHF 1'500.-
  • CHF 109.90 pro Jahr für eine maximale Deckungssumme von CHF 2'000.-
  • CHF 149.90 pro Jahr für eine maximale Deckungssumme von CHF 3'000.-
  • CHF 299.- pro Jahr für eine maximale Deckungssumme von CHF 5'000.-

 

Wie lange läuft der Versicherungsvertrag, wann endet er ?
DiveCare ist eine Jahresversicherung, die nach Ablauf der Laufzeit stilschweigend um eine neues Jahr erneuert wird. Sie kann mittels Einhaltung einer 3 Monatiger Frist gekündigt werden.

Wie geht SOLID mit den Personendaten der versicherten Personen um ?
SOLID verarbeitet die Personendaten, die in den Vertragsunterlagen oder bei der Vertragsabwicklung anfallen. Das Unternehmen nutzt die Daten insbesondere für die Festlegung der Prämie, die Risikoeinschätzung, die Behandlung von Versicherungsfällen, statistische Berechnungen und Marketingzwecke. Die Daten werden in physischer oder elektronischer Form gespeichert. Falls erforderlich, kann SOLID diese Daten zur Verarbeitung an die an der Vertragsabwicklung beteiligten Dritten im In- und Ausland weiterleiten, insbesondere an Mit- und Rückversicherer. Zudem ist SOLID ermächtigt, bei Behörden oder anderen Dritten sämtliche sachdienlichen Auskünfte einzuholen, insbesondere Angaben zur Schadenentwicklung und dem Schadenverlauf. Diese Bestimmung gilt unabhängig von einem Vertragsabschluss. Der Versicherungsnehmer sowie die versicherte Person haben das Recht, von SOLID die gesetzlich vorgesehenen Auskünfte über die Behandlung ihrer Daten zu verlangen. Die Zustimmung zur Datenverarbeitung kann jederzeit widerrufen werden.

A. Versicherungsgegenstand 

Gegenstand der Versicherung ist die Tauchausrüstung des Versicherungsnehmers 
sowie seine Ausrüstung für Unterwasseraufnahmen.
Zu den versicherten Sachen zählen insbesondere:

  • Atemregler
  • Tauchflaschen (Luft, N2, Trimix)
  • Kreislaufgerät
  • Flossen, Taucherbrille
  • Tauchanzug 
  • Tarierweste (Jacket)
  • Tauchcomputer und andere Ausrüstungsteile
  • Taucherlampen
  • Unterwasser-scooter
  • Bei Tauchgängen verwendete Foto- / Videokamera 
  • Wasserfestes Gehäuse
  • Blitzgeräte, Lampen und anderes Zubehör für die Unterwasserfotografi e / Unterwasservideografi e.

Ausschluss von der Versicherung:

  • Kraftfahrzeuge, Kraftfahrzeuganhänger, Motorfahrräder, Wohnwagen und Mobilheime einschliesslich Zubehör; 
  • Schiff, für die eine Privathaftpflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben ist, sowie Schiffe, die nach der Nutzung nicht wieder nach Hause verbracht werden einschliesslich Zubehör; 
  • Luftfahrzeuge, die im Luftfahrzeugregister eingetragen werden müssen; 
  • Sachen, Kosten und Einnahmen, die bei einer kantonalen Gebäudeversicherung versichert bzw. zu versichern sind 
  • Gegenstände, für die eine Spezialversicherung abgeschlossen wurde (z. B. Wertgegenstände).

B. Versicherte Risiken und Schäden 

Die Tauchausrüstung kann gegen Schäden mit folgenden Ursachen versichert werden: 

  • Wasser;
  • Glasbruch;
  • Folgen von Beschädigungen oder Zerstörungen von Sachen;
  • Garantieverlängerungen um 12 Monate.

Wasserschäden

Unter Wasserschäden sind sämtliche Schäden zu verstehen, die durch das Eindringen von Wasser in elektronische Bestandteile der Tauchausrüstung und hiervon verursachte Schäden entstehen; es besteht insbesondere eine Versicherungsdeckung für Schäden, die durch das Eindringen von Wasser in wasserfeste, für die Unterwasserfotografie oder - videografie genutzte Gehäuse, Blitzgeräte etc. verursacht werden. Zudem sind Wasserschäden an elektronischer Ausrüstung gedeckt, die auf Tauchreisen mitgenommen werden (Kamera, Objektive, Kartenlesegeräte etc., falls der Schaden bei der Vorbereitung des Tauchgangs, dem Tauchgang, im Gefolge des Tauchgangs oder beim Transfer von einem zu einem anderen Tauchplatz oder beim Transfer von einem zu einem anderen Ferienort auftreten).

Umfang der Versicherung: Reparatur und Schadensersatz

Die Versicherung deckt die Reparaturkosten des zerstörten oder beschädigten Gegenstands. Bei einem Totalschaden entrichtet sie eine Entschädigung für die im Zusammenhang mit einem Wasserschaden zerstörten oder beschädigten versicherten Sachen sowie die in diesem Zusammenhang entstandenen versicherten Kosten. Die Entschädigung beschränkt sich auf den in der Versicherungspolice vereinbarten Betrag, höchstens aber auf den Wiederbeschaffungswert des zerstörten oder beschädigten Gegenstands.

Ausschluss von der Versicherung 

  • Dritten zugefügte Schäden
  • Schäden infolge schwerwiegender Unterhaltsmängel
  • kosmetische Schäden
  • vorhersehbare Schäden.

Glasbruch

Versicherte Ereignisse: Schäden an Ports (Dome- oder Planports) von wasserfesten Gehäusen für Fotoapparate oder Videokameras, falls diese auf einen Fall oder einen Schlag gegen den Port zurückgehen. Zudem sind Schäden gedeckt, welche die Aufnahme verunmöglichen (Kratzer, Einschläge, ...).

Umfang der Versicherung: Die Versicherung deckt die Kosten für das Polieren oder den Ersatz des Glases ( oder Acryl-Ports) oder Ports.

Ausschluss von der Versicherung: Rein kosmetische Schäden, welche das ordungsgemässe Funktionieren des Ports nicht beeinträchtigen.

Zerstörung und Beschädigung

Die Begriffe Zerstörung und Beschädigung bezeichnen sämtliche Schäden infolge einer äusseren Einwirkung auf die versicherten Sachen (Fall, Stoss, Blitzeinschlag, Staub, ...). welche deren ordnungsgemässes Funktionieren beeinträchtigen oder sie vollständig zerstören.

Umfang der Versicherung: Reparatur und Schadensersatz

Die Versicherungsdeckung umfasst die Reparaturkosten für die zerstörte oder beschädigte Sache. Bei Totalschäden entrichtet sie eine Entschädigung für die zerstörten oder beschädigten versicherten Sachen. Die Entschädigung beschränkt sich auf den in der Versicherungspolice vereinbarten Betrag, höchstens aber auf den Wiederbeschaffungswert des zerstörten oder beschädigten Gegenstands.

Ausschluss von der Versicherung: 

  • Dritten zugefügte Schäden
  • Schäden infolge schwerwiegender Unterhaltsmängel
  • kosmetische Schäden
  • vorhersehbare Schäden.

Garantieverlängerung

Die (verlängerte) Garantiefrist deckt den Zeitraum von 12 Monaten nach Ablauf der ordentlichen gesetzlichen (2 Jahre) oder vertraglichen (bei Ankauf der versicherten Sache vorgesehenen längeren) Garantie.

Umfang der Versicherung: Reparatur  

Die Versicherung deckt die Reparaturkosten von Sachen mit Herstellungsfehlern. Die Entschädigung beschränkt sich auf den in der Versicherungspolice vereinbarten Betrag, höchstens aber auf den Wiederbeschaffungswert des schadhaften Gegenstands.

Ausschluss von der Versicherung: 

  • Dritten zugefügte Schäden
  • Schäden infolge schwer wiegender Unterhaltsmängel
  • kosmetische Schäden
  • vorhersehbare Schäden.

C. Allgemeiner Versicherungsausschluss 

Schäden mit den nachstehenden Ursachen sind von der Versicherungsdeckung ausgeschlossen:  

  • Kriegerische Ereignisse, 
  • Neutralitätsverletzungen, 
  • Revolution, Rebellion, Aufstand, innere Unruhen (Gewalttätigkeit gegen Personen oder Sachen anlässlich von Zusammenrottung, Krawall oder Tumult) und die dagegen ergriffenen Massnahmen
  • sowie bei Erdbeben (durch tektonische Phänomene in der Erdkruste     ausgelöste Erschütterungen), 
  • vulkanische Eruptionen oder 
  • Veränderungen der Atomkernstruktur.

D. Örtlicher Geltungsbereich  

Die Versicherung ist weltweit gültig. Wenn der Versicherungsnehmer seinen Wohnsitz ins Ausland verlegt, endet die Versicherung mit Ablauf des Versicherungsjahres oder, auf Verlangen des Versicherungsnehmers, mit unmittelbarer Wirkung. Wohnortswechsel sind der Versicherungsgesellschaft innerhalb von 30 Tagen mitzuteilen. Die Versicherungsgesellschaft ist berechtigt, die Prämie an die neuen Gegebenheiten anzupassen.

E. Vorgehen im Schadenfall  

Verpflichtungen

Bei Eintritt eines versicherten Ereignisses hat der Versicherungsnehmer bzw. der Anspruchsberechtigte: 

  1. unverzüglich eine Meldung an die Versicherungsgesellschaft vorzunehmen; 
  2. sämtliche Angaben zu der Ursache, dem Umfang und den genauen Umständen des Schadens zu machen. Falls nichts anderes vereinbart wurde, sind die Angaben schriftlich einzureichen; 
  3. die Versicherungsgesellschaft zu ermächtigen, Untersuchungen vorzunehmen, und sie bei diesen Untersuchungen zu unterstützen; 
  4. auf eigene Kosten sämtliche Angaben zu liefern, die zum Nachweis seines Schadenersatzanspruchs und zur Feststellung des Leistungsumfangs erforderlich sind, die entsprechenden Unterlagen einzureichen und auf Verlangen eine Aufstellung der vor und nach dem Ereignis bestehenden Sachen samt Wertangaben zu erstellen und zu unterzeichnen. Die Versicherungsgesellschaft behält sich in diesem Zusammenhang das Recht vor, angemessene Fristen zu setzen; 
  5. während und nach dem Ereignis sein Möglichstes zu tun, um die versicherten Sachen zu erhalten und zu retten sowie den Schaden einzuschränken. Die entsprechenden Anweisungen der Versicherungsgesellschaft sind einzuhalten; 
  6. die beschädigten Sachen nicht zu ändern oder zu entfernen, falls dies nicht erforderlich ist, um den Schaden zu begrenzen oder das öffentliche Interesse zu wahren, so dass sich die Schadensursache und das Ausmass des Schadens ermitteln lassen; 
  7. die Versicherungsgesellschaft umgehend zu informieren, falls gestohlene Sachen aufgefunden werden oder neue Informationen zu ihnen vorliegen. 

Schadensbegutachtung

  • Sowohl der Anspruchsberechtigte als auch die Versicherungsgesellschaft können verlangen, dass der Schaden unverzüglich festgestellt wird. Die Schadensbegutachtung erfolgt entweder durch die Parteien selbst, einen gemeinsamen Sachverständigen oder im Rahmen eines Sachverständigenverfahrens.  Jede der beiden Parteien kann die Durchführung eines Sachverständigenverfahrens gemäss E3 verlangen. 
  • Der Anspruchsberechtigte hat das Eintreten des Ereignisses und die Höhe des Schadens auf eigene Kosten nachzuweisen. Die Versicherungspolice und der Versicherungsbetrag stellen keinen Beweis für die Existenz oder den Wert der versicherten Sachen bei Eintritt des Ereignisses dar. 
  • Bei Versicherungen auf fremde Rechnung behält sich die Versicherungsgesellschaft das Recht vor, den Schaden ausschliesslich mit dem Versicherungsnehmer zu begutachten. 
  • Die Versicherungsgesellschaft ist nicht verpflichtet, gerettete oder beschädigte Sachen zu übernehmen. 
  • Die Versicherungsgesellschaft kann Reparaturaufträge frei und nach eigenem Ermessen vergeben. Die Versicherungsleistung kann in Form einer Geld- oder einer Sachleistung erfolgen. 

Sachverständigenverfahren

Falls es für die Ermittlung der geschuldeten Leistung erforderlich ist, kann die Versicherungsgesellschaft ein Sachverständigenverfahren einleiten. Für dieses Verfahren gelten folgende Regeln:

  • Jede Partei benennt schriftlich einen Sachverständigen. Vor Beginn des Begutachtungsverfahrens benennen die beiden Sachverständigen ihrerseits einen Schlichter. Falls eine der beiden Parteien ihren Sachverständigen nicht innerhalb von 14 Tagen nach der entsprechenden schriftlichen Aufforderung benennt, wird dieser auf Antrag der Gegenpartei durch den zuständigen Richter ernannt; dieser Richter ernennt auch den Schlichter, falls die Sachverständigen sich nicht über seine Ernennung einigen können. 
  • Personen, die nicht über die erforderlichen Kenntnisse verfügen oder mit einer der beiden Parteien verwandt sind oder deren Unparteilichkeit in Frage steht, können als Sachverständige abgelehnt werden. Bei Einspruch gegen die Ablehnung entscheidet der zuständige Richter; ist der Einspruch berechtigt, ernennt der zuständige Richter den Sachverständigen bzw. Schlichter. 
  • Die Sachverständigen ermitteln die Ursache, die genauen Umstände und die Höhe des Schadens. Festzustellen sind der Wert der versicherten, geretteten und beschädigten Sachen unmittelbar vor und nach dem Ereignis sowie der Wert einer Neubeschaffung bei Neuwertversicherungen. Bei unterschiedlichen Auffassungen entscheidet der Schlichter im Rahmen der beiden Feststellungen. 
  • Die im Rahmen ihrer Aufgaben von den Sachverständigen getroffenen Feststellungen sind für die Parteien bindend, solange keine von ihnen nachweist, dass diese Feststellungen deutlich von der Wirklichkeit abweichen. 
  • Jede Partei trägt die Kosten für den von ihr bestellten Sachverständigen, die Kosten für den Schlichter werden hälftig unter den Parteien geteilt. 

F. Schadenersatz  

Allgemeines 

  1. Der Schadenersatz wird durch die in den einzelnen Rubriken der Versicherungspolice aufgeführten Versicherungssummen begrenzt. 
  2. Wenn die Versicherungspolice oder die Allgemeinen Versicherungsbedingungen bei bestimmten Versicherungsleistungen Begrenzungen der Versicherungssumme vorsehen, kann der Schadenersatz auch dann nur ein einziges Mal beansprucht werden, wenn verschiedene Versicherungspolicen zugleich eine Deckung des betreffenden Schadens vorsehen. 
  3. Ein persönlicher Liebhaberwert wird nur dann berücksichtigt, wenn eine entsprechende ausdrückliche Vereinbarung besteht.
  4. Aufwendungen zur Schadensbegrenzung werden ebenfalls vergütet. Falls diese Aufwendungen und der Schaden selbst zusammen höher ausfallen als die Versicherungssumme, werden ausschliesslich die Aufwendungen für von der Versicherungsgesellschaft angeordnete Massnahmen vergütet. Die Versicherungsgesellschaft vergütet keine Leistungen der öffentlichen Feuerwehren, der Polizei oder anderer zur Hilfeleistung verpflichteten Institutionen. 

Sachen

  1. Der Schadenersatz für versicherte Sachen wird anhand ihres Wiederbeschaffungswerts zum Zeitpunkt des Ereignisses abzüglich des Restwerts berechnet. Wenn sich beschädigte Sachen reparieren lassen, vergütet die Versicherungsgesellschaft die Reparaturkosten, falls diese den Wiederbeschaffungswert nicht übersteigen. 
  2. Die Tauchausrüstung ist bis zur Höhe der in der Versicherungspolice genannten Versicherungssumme bzw. ihrer automatisch an die Teuerungsentwicklung angepassten Höhe zum Neuwert versichert. Die derart angepasst Versicherungssumme hat dem für die Neuanschaffung aller versicherten Sachen erforderlichen Betrag zu entsprechen. 
  3. Bei einer Versicherung zum Zeitwert entspricht der ersetzte Betrag dem für eine Neuanschaffung im Zeitpunkt des Schadenfalls erforderlichen Betrag abzüglich der Wertverminderung durch Abnützung oder aus anderen Gründen.

Selbstbehalt

Ausser die Parteien vereinbaren etwas anderes, sieht die DiveCare Versicherung keinen Selbstbehalt vor. 

Zahlung der Schadenersatzleistung

  1. Die Schadenersatzleistung wird 4 Wochen nach dem Datum fällig, an dem die Versicherungsgesellschaft über sämtliche zur Ermittlung dieses Betrags erforderlichen Angaben verfügt. Eine erste Anzahlung kann 4 Wochen nach Eintritt des Schadensereignisses erfolgen, sie hat sich im Rahmen des bei der Schadensbegutachtung ermittelten Betrags zu bewegen. 
  2. Die Zahlungsverpflichtung der Versicherungsgesellschaft  wird so lange ausgestellt, wie ein Fehler des Versicherungsnehmers bzw. des Anspruchsberechtigten die Beurteilung des Schadens oder die Auszahlung der Schadenersatzleistung verhindert.
  3. Die Fälligkeit wird insbesondere solange ausgestellt
    1. wie ein Zweifel an der Berechtigung des Anspruchsberechtigten auf Bezug der Schadensersatzleistung besteht; 
    2. wie die Polizei oder die Untersuchungsbehörden eine Untersuchung im Zusammenhang mit dem Ereignis vornehmen oder ein gegen den Versicherungsnehmer bzw. Anspruchsberechtigten angestrengtes Strafverfahren läuft.

Verjährung und Verfall

Forderungen aus dem Versicherungsvertrag verjähren nach Ablauf von 2 Jahren. Diese Frist beginnt mit dem Tag, an dem das Ereignis eingetreten ist, auf welchem die Leistungspflicht beruht. 
Falls die Versicherungsgesellschaft die Schadenersatzforderung ablehnt, muss der Anspruchsberechtigte sie in den 2 Jahren, die auf das Eintreten des Ereignisses folgen, bei Gericht geltend machen. Ansonsten verliert er seinen Anspruch (Verfall).

G. Sonstige Bestimmungen 

Vertragsbeginn und -dauer / Vertragsauflösung bei Ablauf

Der Vertrag beginnt zu dem in der Versicherungspolice angegebenen Datum. 
Der Vertrag ist für eine Dauer eines Jahres abgeschlossen. Am Ende dieser Vertragslaufzeit wird er stillschweigend jeweils um ein Jahr verlängert, solange keine der beiden Vertragsparteien eine schriftliche Kündigungsmitteilung erhält und die Kündigungsfrist von 3 Monaten eingehalten wird. Falls die vereinbarte Vertragslaufzeit weniger als ein Jahr beträgt, endet der Vertrag am vereinbarten Datum.  

Vertragskündigung bei Schadenfällen

Nach Eintritt eines schadenersatzberechtigten Schadens kann jede der beiden Vertragsparteien den Vertrag schriftlich kündigen. Für den Versicherungsnehmer beträgt die Kündigungsfrist 14 Tage; sie beginnt mit dem Zeitpunkt seiner Kenntnisnahme der Schadenersatzzahlung. Die Deckung der Versicherungsgesellschaft erlischt 14 Tage nach Eingang der Kündigung.  Die Versicherungsgesellschaft muss den Versicherungsvertrag spätestens bei Zahlung der Schadenersatzleistung kündigen. Die Deckung erlischt 4 Wochen nach Eingang der Kündigung bei dem Versicherungsnehmer. 

Sorgfaltspflichten

Die Versicherten (Versicherungsnehmer und Anspruchsberechtigte) sind gehalten, mit der erforderlichen  Sorgfalt vorzugehen und insbesondere die unter den Umständen erforderlichen Massnahmen zu ergreifen, um die versicherten Sachen und Barmittel gegen die von der Versicherung gedeckten Risiken zu schützen. Bei einer Wasserschadenversicherung müssen die Versicherten insbesondere auf eigene Kosten die Wasserleitungen sowie die an diese angeschlossenen Anlagen und Apparate warten lassen; sie müssen blockierte Anlagen reinigen und angemessene Massnahmen gegen das Gefrieren des Wassers ergreifen. Insbesondere ist bei nicht in Gebrauch stehenden Räumlichkeiten die Heizungsanlage in Betrieb zu belassen und in geeigneter Weise zu kontrollieren; anderenfalls sind die Leitungen sowie die an sie angeschlossenen Anlagen und Apparate zu entleeren. 

Wenn die Sorgfaltspflichten, Sicherheitsvorschriften oder andere Verpflichtungen infolge von Fehlverhalten verletzt werden, kann eine Kürzung der Schadenersatzleistung erfolgen. Der Umfang der Kürzung richtet sich nach den Auswirkungen des Fehlverhaltens auf den Eintritt oder Umfang des Schadens. 

Prämien / Vertragsanpassungen  

Die Prämien sind jeweils auf dem in der Prämienrechnung genannten Tag fällig; Folgeprämien sind jeweils am ersten Tag des betreffenden Versicherungsjahrs fällig. Bei Ratenzahlungen gilt die Zahlung der im Verlauf des Versicherungsjahres anfallenden Prämienanteile als ausgestellt. Die Versicherungsgesellschaft  kann die Prämien und den Selbstbehalt jeweils auf Beginn des neuen Versicherungsjahres anpassen. Sie hat die Anpassungen dem Versicherungsnehmer spätestens 25 Tage vor Ablauf des laufenden Versicherungsjahres mitzuteilen. Falls der Versicherungsnehmer mit einer Prämienerhöhung oder Franchisenerhöhung nicht einverstanden ist, kann er den von der Anpassung betroffenen Teil des Versicherungsvertrags oder auch den gesamten Versicherungsvertrag kündigen. Eine derartige Kündigung ist nur dann gültig, wenn sie spätestens am letzten Tag des laufenden Versicherungsjahres bei der Versicherungsgesellschaft eintrifft.

Gefahrerhöhung und -verminderung 

Jede Änderung einer für die Einstufung der Gefahr massgeblichen Tatsache ist der Versicherungsgesellschaft umgehend schriftlich anzuzeigen. Falls diese Anzeige schuldhaft unterbleibt, kann die Schadenersatzleistung in dem Mass gekürzt werden, in welchem diese Unterlassung das Eintreten oder Ausmass des Schadens beeinflusst. Bei einer Gefahrerhöhung kann die Versicherungsgesellschaft die betreffende Prämie für die Restlaufzeit des Versicherungsvertrags erhöhen oder diesen kündigen. Der Versicherungsnehmer ist ebenfalls berechtigt, den Versicherungsvertrag zu kündigen, falls die Vertragsparteien sich nicht über die Prämienerhöhung einigen können. Die Kündigungsfrist beträgt 14 Tage; sie beginnt mit dem Eingang des Hinweises bzw. der Mitteilung. Die Deckung erlischt 4 Wochen nach Eingang der Kündigung bei dem Gegenpartei. In beiden Fällen kann die Versicherungsgesellschaft die Zusatzprämie für den Zeitraum seit der Gefahrerhöhung und bis zum Ablauf des Vertrages erheben. Bei einer Gefahrverminderung wird die Prämie entsprechend gekürzt. 

Doppelversicherung 

Wenn für die versicherten Sachen noch weitere Versicherungen gegen dieselbe Gefahr bestehen oder abgeschlossen werden, welche denselben Zeitraum betreffen, ist die Versicherungsgesellschaft umgehend zu informieren. Sie kann die Versicherung nach Eingang der betreffenden Mitteilung kündigen, die Kündigungsfrist beträgt 14 Tage. Die Deckung erlischt 4 Wochen nach Eingang der Kündigung bei dem Versicherungsnehmer. Wenn laut Versicherungspolice oder laut den Allgemeinen Versicherungsbedingungen ein Teil des Schadens zu übernehmen ist, darf keine andere Versicherung zur Deckung dieses Teils abgeschlossen werden. Ansonsten wird die Schadenersatzleistung derart gekürzt, dass der Versicherungsnehmer in jedem Fall den Teil des Schadens selber zu tragen hat, der durch diesen weiteren Vertrag gedeckt wäre. 

Mitteilungen an die Versicherungsgesellschaft

Sämtliche Mitteilungen des Versicherungsnehmers oder des Anspruchsberechtigten sind an die zuständige Agentur oder an den Sitz der Versicherungsgesellschaft  zu richten. Kündigungen und andere mit Fristen verbundene Erklärungen sind der Gegenpartei fristgerecht zuzustellen. 

Anwendbares Recht 

Es gilt Schweizerisches Recht, namentlich das Gesetz über den Versicherungsvertrag (VVG).